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Rumänien – ein geheimnisvolles, aufstrebendes Land

Rumänien mit seiner Hauptstadt Bukarest ist überwiegend ein Bergland, das zwischen Mittel- und Südosteuropa liegt. Eine Ausnahme bildet Bukarest, das südlich in der Walachei im Tal der Donau liegt. Der rumänische Maler Nicolae Ion Girorescu bannte das bäuerliche Leben in der Großen Walachei meisterhaft auf die Leinwand. Das Land am Schwarzen Meer, das viele mit der Legende um den Grafen Dracula in Verbindung bringen, besitzt eine facettenreiche Natur und Kultur. Seit dem 1. Januar 2007 ist Rumänien ein Mitglied der Europäischen Union (EU) und bestrebt, sich in Anlehnung an den Westen, weiter zu entwickeln. Die Urlaubsmöglichkeiten in Rumänien reichen vom Baden im Schwarzen Meer, einer Kulturreise mit Stadtbummel in Bukarest bis zum Bergwandern und Mountainbiken in den Karpaten. Vielleicht begegnet dem Besucher Rumäniens auch die Panflötenmusik von Gheorge Zamfir, die auch als Filmmusik bekannt wurde.

Rumänien (Romania) – bereits die Römer kannten die Schwarzmeerküste

Viele Volksgruppen prägten Rumänien. Der Landesname Rumänien geht auf die Zeit zurück, als die Römer über das Schwarze Meer kamen und diesem Landstrich die lateinische Bezeichnung Romania (Kurzbegriff für das Römische Reich) gaben. Viele unterschiedliche Völker, wie z.B. die Ungarn, Türken, Slawen sowie Österreicher und Schweizer haben zur kulturellen Vielfalt Rumäniens beigetragen. Die geschichtliche Vergangenheit sowie die Elemente verschiedener Volksgruppen machen heute den Reiz einer Rumänien Reise aus. Die unterschiedlichen Landstriche mit ihren Burgen und Weinbergen, die Gebirge Transilvaniens und die Hauptstadt Bukarest sind das Urlaubsziel einer zunehmenden Zahl von Individualouristen. Pauschaltouristen bevorzugen eher die Küstenregion am Schwarzen Meer für einen durchaus günstigen Badeurlaub.

Dunkle Geschichte und eine hellere Zukunft

Die Zeit des Sozialismus unter dem Diktator Ceausescu war für Rumänien eine eher dunkle Ära. Es war die Zeit, in der die Rumänen unter Unterdrückung zu leiden hatten und ihre bestehende Architektur durch sozialistische (Monumental-) Bauwerke ersetzt wurde. Dies führte 1989 zur Revolution, im Zuge derer sich Rumänien durch eine schnelle Hinrichtung vom Diktator Ceausescu befreite. Seit dieser Zeit hat sich Rumänien immer mehr dem Westen angenähert.

Das Schwarze Meer und das Donautal – beliebte Urlaubsziele Rumäniens

Die vielbesungene Schwarzmeerküste – Neben einer wunderschönen Naturlandschaft bietet das Schwarze Meer die Besonderheit, dass dort kaum Gezeiten auftreten und damit ein relativ sicheres Baden möglich ist. Ein Highlight für die Urlauber ist auch die über 245 Kilometer lange Schwarzmeerküste, die landessprachlich „Die Dobrudscha“ genannt wird. An die Dobrudscha grenzt das Donaudelta an, das ein faszinierendes Naturschutzgebiet ist und vielen seltenen Vogelarten einen Lebensraum bietet. Diese Naturlandschaft mit ihren Seen, Inseln, Wäldchen und Sanddünen zählt zum UNESCO -Weltnaturerbe. Neben einem Reichtum an Naturschönheit ist diese Region im Süden Rumäniens auch ein Gebiet mit vielen anziehenden Bade- und Kurorten. Viele Besucher stürzen sich dort gerne ins bunte Nachtleben oder nehmen tagsüber die unterschiedlichen sportlichen Freizeitangebote wahr. Der Vorort Mamaia nördlich der Hafenstadt Constanta am Schwarzen Meer lädt liegt mit seinem langen (über sieben Kilometer) feinen Sandstrand zum Baden ein. Mamaia ist das renommierteste rumänische Seebad am Schwarzen Meer und besitzt einen Hauch vom Charme Frankreichs. Am touristisch erschlossenen Strand, an dem eine familienfreundlichen Atmosphäre herrscht, befinden sich zahlreiche einladende Hotels.

Kur und Erholung im Reiseland Rumänien

Zahlreiche Bade- und (Luft-)Kurorte verdanken ihre Existenz den zahlreich sprudelnden Heil- und Mineralquellen Rumäniens. Beliebt ist das Bad Herkules im Südwesten mit seinem milden, mediterran geprägten Klima. Das Bad Sovata in Siebenbürgen liegt am salzhaltigen Bärensee, in dessen Tiefe eine Wassertemperatur von bis zu 60 Grad Celsius herrscht. Die Health und Wellness Resorts von Sovata liegen in einem ursprünglichen Tal inmitten der Karpaten. Das Salz des Bärensees wirkt antibakteriell und entzündungshemmend. Eine wohltuende Wirkung soll auch der Heilschlamm aus dem See besitzen, z.B. bei Rheumatismus, Gelenkbeschwerden und Hautirritationen. Faszinierend für Badende ist das „Schweben im Wasser, bedingt durch den hohen Salzgehalt des Bärensees.

Anreise und Reisezeit

Rumänien hat eine gute verkehrstechnische Infrastruktur – Internationale Expresszüge (z.B. Orientexpress) verkehren von Mitteleuropa aus über Ungarn nach Rumänien. Von den Großstädten Budapest, Prag, Belgrad und Moskau führen direkte Zugverbindungen nach Bukarest zum Hauptbahnhof „Gara de Nord“. Der große Flughafen von Bukarest ist einfach und preisgünstig von vielen europäischen Hauptstädten anzufliegen und ein gültiiger Reisepaß genügt. Außerdem gibt es noch einen Flughafen in Otopeni und Constanta. Die Infrastruktur des Nahverkehrs ist ebenfalls gut ausgebaut und die Fahrt mit der U-Bahn ist sehr preisgünstig. Auch eine Motorradreise kann eine erlebnisreiche Variante sein.

Die beste Reisezeit – abhängig vom Urlaubsplan

Zu jeder Jahreszeit bietet Rumänien etwas Besonderes. Die Aussage, dass die Monate von Mai bis September die ideale Reisezeit seien, sollte man etwas differenzieren. Für den Badeurlaub am Schwarzen Meer sind die Monate Juni bis September empfehlenswert. Die Sommertemperaturen werden durch die kühlende Seebrise angenehm. Wer gerne Rundfahrten durch das Land unternimmt oder Bukarest erkunden will, sollte den Frühling oder den Herbst wählen. Dies ist auch die Zeit für das Wandern und Bergsteigen in den weitgehend weitgehend unberührten Karpaten. Für Fans des Wintersports eignet sich die Zeit über Weihnachten bis in den März.

Die Hauptstadt Bukarest – alter Charme und modernes Leben

Rumänien und Bukarest wird von den Urlaubern erst langsam erobert. Auch die Amerikaner sind von Bukarest beeindruckt. Die Altstadt litt architektonisch und dem Regime von Ceausescu, was sich am überdimensionierten „Centu Civic“ im sozialistischen Stil erkennen lässt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts führten französische Architekten Verschönerungen durch, um den alten Charme Bukarests zurück zu holen. Aus dieser Zeit stammt auch die „Sosaua Kischeff“ , eine elegante Einkaufsstraße mit Triumphbogen. Hinzu kamen großflächige Parkanlagen, Prachtbauten und was Touristen besonders freut, auch zahlreiche Kaffeehäuser. Dieser bauliche Rahmen sowie die Lebensart der Rumänen brachte ihnen wohl den Ruf „als die Franzosen Osteuropas“ ein.

Transsilvanien (Siebenbürgen) – „die Heimat Draculas“

Schaurig-schöne Berühmtheit hat die Gegend im Norden Rumäniens, angrenzend an die Ukraine, durch die Legende um Graf Dracula erlangt. Dort befindet sich das imposante Schloß Bran, der legendäre Wohnsitz Draculas. Die finsteren Geschichten treffen dort auf eine grüne Hügellandschaft mit gastfreundlichen Menschen. Die sich anschließenden Transsilvanischen Alpen bieten eine atemberaubende Kulisse für eine sportliche Tour mit dem Mountainbike durch die menschenleeren Südwest-Karpaten. Die Belohnung für die Anstrengung sind wunderschöne Täler und Höhenrücken sowie wilde Schluchten. Auf der Fahrt kommt der Urlauber Kirchenburgen, Städten mit mittelalterlichem Flair und kleinen Bergdörfern vorbei. Obwohl diese Region nur ca. 400 Kilometer von Österreich entfernt ist, wirken die Karpaten wie eine andere Welt von unbekannter Schönheit. Die Berggipfel der Karpaten sind über 2500 Meter hoch und durch Europas größtes Waldgebiet streifen noch vereinzelt Bären und Wölfe. Bucegi und Predeal sind Skigebiete, die sich ihre Ursprünglichkeit bewahrt haben.

Rumänien überrascht mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten

Hinter den Karpaten beginnt die Moldau mit ihren berühmten Moldauklöstern in ihrer typischen Bemalung. Sehenswert sind auch die Holzkirchen in Maramures. Zu den schönsten mittelalterlichen Städten zählen z.B. Sibiu, Sighisoara sowie Kronstadt und Timisoara mit ihren Bauten im Barockstil. In den Bergen von Oraste steht die Festungsanlage Daker , die die Herzen der modernen Ritter und Burgfräulein höher schlagen lässt. Rumänien bietet seinen Urlaubern eine breite Palette an Unterkunftsmöglichkeiten, die elegante (Kur-) Hotels, landestypische Ferienwohnung sowie von Wald umgebene Blockhäuser umfassen. Von Rumänien sollte man nicht nur Herrn Tiriac kennen, den ehemaligen Manager des Tennisstars Boris Becker. Also: Eine Rumänien Reise lohnt sich!